Wil - Win - West

Cornelia Kunz unterstreicht in der Kolumne Polittalk in den Wiler Nachrichten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, welche mit WILWEST verbessert wird.

Ich bin zutiefst überzeugt, dass die Chancen, welche dieses Projekt mit sich bringen wird, die bekannten Herausforderungen bei Weitem übertreffen. Wil als Ballungsraum zwischen dem Toggenburg, dem Fürstenland und dem Südthurgau MUSS sich entwickeln, um nicht durch Stillstand Rückschritte zu erleiden. Die Chance, diese Entwicklung «auf der grünen Wiese» vorzunehmen, dabei den bestmöglichen Kompromiss zwischen öffentlichem, Langsam- und Individualverkehr zu finden und die aktuellen Problemherde zu entlasten, ist einmalig. Diese Möglichkeit nicht zu ergreifen respektive durch das Voranstellen von Einzelinteressen gegenüber dem Allgemeinwohl zu gefährden, wäre grobfahrlässig. Ich möchte nun hier noch auf einen weiteren, aus meiner Sicht bisher kaum beleuchteten positiven Aspekt eingehen, den die Realisierung von Wil West mit sich bringen wird: die bessere Vereinbarung von Familie und Beruf. Nicht nur ausserschulische Betreuungsangebote – welche immer auch mit Kosten verbunden sind – sondern auch wohnortsnahe, attraktive Arbeitsplätze verbessern die Situation für Familien massiv. Als in Wil tätige dreifache Mutter und ehemalige Zürich-Pendlerin weiss ich genau, wovon ich spreche. Die durch den Wegfall der grossen Pendelstrecke sowie des allfälligen Umsteigens gewonnene Zeit – meist zwischen einem halben bis zu einem ganzen Arbeitstag pro Woche! – kommt direkt der Familie zugute und von der ersparten Energie profitieren Umwelt und Natur. Die Zielsetzung des Projekts bezüglich anzusiedelnder Unternehmen und Institutionen wird viele neue qualifizierte Arbeitsplätze mit sich bringen, Arbeitsplätze, für welche – falls nicht vorhanden – längere Arbeitswege in Kauf genommen werden. Sind solche qualifizierten Arbeitsplätze wohnortsnah verfügbar, so wird die Erwerbsquote tendenziell ansteigen (z. B. durch höhere Teilzeitpensen). Ein Gewinn für die Einwohnergemeinden und somit auch für die Allgemeinheit.

Cornelia Kunz, Vizepräsidentin FDP Wil

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