Netzergänzung Nord: Verkehrsentlastung für mehr Lebensqualität

Die Netzergänzung Nord schafft eine wichtige Verkehrsanbindung am Stadtrand von Wil. Die neue Strasse führt den Verkehr vorbei an Bronschhofen direkt auf die Autobahn und entlastet das Stadtzentrum, viele Quartiere in Wil sowie umliegende Gemeinden.

Der Verkehr in der Region Wil wird in den kommenden Jahren zunehmen. Grund dafür ist vor allem die Zunahme der Wohnbevölkerung. Damit gelangt das heutige Strassennetz an seine Kapazitätsgrenzen und in den Stosszeiten kommt es vermehrt zu Staus. Die Netzergänzung Nord schafft künftig eine wichtige Verkehrsverbindung am Stadtrand von Wil zwischen Bronschhofen, der ebenfalls geplanten Dreibrunnenallee und dem neuen Autobahnanschluss Wil West.

Linienfuehrung NE Nord
Darum geht es

2km lange Umfahrungsstrasse

  • 1.5 km werden als neue Strasse am Rand der Siedlung zwischen der Zürcher- und der AMP-Strasse erstellt.
  • Auf einer Länge von 0,5 km wird die bestehende AMP-Strasse bis zum Knoten Hauptstrasse und von dort in Richtung Norden geführt.
  • Für den Fuss- und Veloverkehr sind Übergänge (Querungen) geplant.
  • Auf Höhe des Friedhofs Ebnet bis auf Höhe Weiherhofstrasse in Bronschhofen wird die Strasse auf einer Länge von 300 Metern überdeckt (Tunnel). Ziel: das Landschaftsbild schützen.
  • Um die Ökologie im Bereich der Strasse aufzuwerten, wird unter anderem der heute eingedolte Dreibrunnenbach freigelegt.
  • Weitere ökologische Massnahmen folgen.

Darum ist es wichtig

Die Linienführung kurz erklärt

Wie bettet sich die Netzergänzung Nord genau in die Landschaft ein? Welche Kriterien wurden bei der Auswahl der Linienführung bewertet und welche Massnahmen helfen, das Landschaftsbild und die Siedlung zu schonen?

Diese Fragen und weitere Themen werden vor Ort im Gelände kurz erklärt.

Das bringt es

Diese Vorteile bringt WILWEST:

  • Gesteigerte Lebensqualität in vielen Quartieren
  • Weniger Stau im Zentrum von Wil
  • Nachbargemeinden von Wil erhalten einen direkteren Zugang zur Autobahn
  • Strassenräume können neu gestaltet und damit auch die Sicherheit erhöht werden
  • Mehr Raum für Fuss- und Veloverkehr und den ÖV
  • Münchwilen, Wilen und Rickenbach profitieren von Verkehrsentlastung

Finanzierung und nächste Schritte

Die Kosten für die Netzergänzung Nord mit Überdeckung belaufen sich auf rund 49 Millionen Franken. Zum jetzigen Zeitpunkt beträgt die Kostengenauigkeit +/- 30%. Den grössten Teil der Kosten trägt der Kanton St.Gallen, wobei mit Bundesbeiträgen von bis zu 35% gerechnet wird. Die Stadt Wil wird sich voraussichtlich an den Kosten für die Überdeckung beteiligen. Der genaue Kostenteiler zwischen Bund, Kanton und Stadt wird im weiteren Projektverlauf erarbeitet.

In einem nächsten Schritt erarbeitet der Kanton St.Gallen das konkrete Bauprojekt für die Netzergänzung Nord, das er im Jahr 2022 der Stadt Wil vorlegen will. 2023 soll der Kantonsrat über das Bauvorhaben beraten. Mit einem Baustart ist voraussichtlich in 2027/2028 zu rechnen.

Daten und Fakten

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Netzergänzung Nord

Der Individualverkehr wird in der Region Wil in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Damit gelangt das heutige Strassennetz an seine Kapazitätsgrenzen und in den Stosszeiten werden die Stauzeiten weiter steigen. Mit der Netzergänzung Nord können relativ dicht besiedelte Gebiete in Wil vom Durchgangsverkehr befreit werden. Von der Entlastung profitieren auch die Thurgauer Gemeinden Münchwilen, Wilen und Rickenbach. Das Stadtzentrum von Wil gewinnt an Attraktivität und Lebensqualität; Strassenräume können neugestaltet, die Sicherheit erhöht sowie mehr Raum für den Fuss- und Veloverkehr und den öffentlichen Verkehr geschaffen werden. Darüber hinaus erhält die ganze Region einen einfacheren und direkteren Anschluss an die Autobahn.

Ziel ist es, den Autoverkehr mit Ziel Autobahn oder Richtung Bronschhofen direkt über die Netzergänzung Nord auf die Autobahn umzuleiten. Ein Teil des Durchgangsverkehrs durch Wil soll auf die Netzergänzung Nord verlagert werden. Konkrete Zahlen, welche die Entlastung der Stadt Wil aufzeigen, werden aktuell erarbeitet.

Es wurden total 17 Varianten untersucht. In der Vertiefung des Variantenstudiums wurden zwei Varianten untersucht. Beim Variantenstudium wurden folgende Aspekte vertieft untersucht:

  • Landschaft
  • Naturwerte/Naherholung
  • Siedlung
  • Verkehr
  • Kosten

Dabei wirkten sowohl Fachplanerinnen und Fachplaner aus den einzelnen Themengebiete als auch Vertreterinnen und Vertreter des Tiefbauamtes des Kantons St.Gallen und der Stadt Wil mit.

Durch den neuen Autobahnanschluss kommt es zu einer Verkehrsumlagerung:

  • Durch die bessere Erreichbarkeit des Autobahnanschlusses A1 wird die Verbindung ab Norden attraktiver als im heutigen Zustand.
  • Es wird mit einer leichten Verkehrszunahme auf der Kantonsstrasse zwischen Bettwiesen und Bronschhofen gerechnet.
  • Gleichzeitig profitieren die nördlich liegenden Ortschaften aber auch von der besseren Verkehrsanbindung.

Ursprünglich wurde das Projekt Netzergänzung Nord als Umfahrungsstrasse konzipiert. Damals gab es die Standortentwicklung WILWEST noch nicht. Deshalb gibt es zwar Verkehrszahlen, welche die Wirkung der Netzergänzung Nord belegen (aus damaliger Zweckmässigkeitsbeurteilung). Jedoch sind diese Zahlen veraltet und müssen auf die weiteren Infrastrukturprojekte wie die Dreibrunnenallee oder die flankierenden Massnahmen abgestimmt werden.

Alle Teile der Standortentwicklung WILWEST sind wie ein Zahnrad in einem Getriebe. Fällt ein Zahnrad aus, funktioniert das ganze System nicht mehr und die erwartete Entlastungswirkung wird nicht erreicht. Wird die Netzergänzung Nord nicht erstellt, erfolgt der Verkehr nach wie vor durch den Ortskern von Wil. Das heutige Strassennetz wird an seine Kapazitätsgrenzen stossen und in den Stosszeiten werden die Stauzeiten weiter zunehmen.

Alle Teile der Standortentwicklung WILWEST sind wie ein Zahnrad in einem Getriebe. Fällt ein Zahnrad aus, funktioniert das ganze System nicht mehr. Ob der Bund den Autobahnanschluss ohne Netzergänzung Nord realisieren wird, kann infrag