Fragen und Antworten (FAQ)

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und die jeweiligen Antworten zur Standortentwicklung WILWEST. Finden Sie die gewünschte Antwort nicht, oder haben Sie weitere Fragen? Schreiben Sie uns eine E-Mail. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.

Der Lenkungsausschuss ist das Steuerungsgremium für das Gesamtvorhaben Standortentwicklung WILWEST und das oberste, beschlussfassende Gremium. Er setzt sich zusammen aus den Vorstehern/Vorsteherinnen der Bau- und der Volkswirtschaftsdirektionen der Kantone Thurgau und St. Gallen, dem Generalsekretär der Finanzdirektion St. Gallen, dem Präsidenten der Regio Wil und der Wiler Stadtpräsidentin. Die Geschäftsstelle Wil West (c/o Regio Wil) koordiniert die Projekte zur Standortentwicklung WILWEST. Die Gesamtkoordination für die Verkehrs- und Tiefbauinfrastrukturanlagen für das Wirtschaftsgebiet Wil West liegt beim kantonalen Tiefbauamt Thurgau, weil das Areal weitgehend auf Thurgauer Gebiet liegt. Der Kanton St. Gallen ist wichtigster Grundeigentümer des Areals und bringt die Kompetenzen der Fachstellen ins Projekt ein. Für den Autobahnanschluss Wil West ist das Bundesamt für Strassen (ASTRA) zuständig. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) ist wegen der Verlegung der Frauenfeld-Wil-Bahn involviert, und das Bundesamt für Raumentwicklung befasst sich mit der Beurteilung des Projektes im Rahmen des Agglomerationsprogramms. Für die Umsetzung der flankierenden Massnahmen sind die Gemeinden und Kantone zuständig.

Das Agglomerationsprogramm ist ein Planungsinstrument des Bundes, um die Verkehrssysteme der Agglomerationen zu verbessern und die Verkehrs- und Siedlungsentwicklung zu koordinieren. Dazu legen die Trägerschaften das Zukunftsbild für die Entwicklung fest und erarbeiten entsprechende Strategien und Massnahmen. Die Massnahmen sind zeitlich zu priorisieren (A-, B- und C-Liste). Mit dem Agglomerationsprogramm wird ein Antrag auf Bundesbeiträge für Verkehrsinfrastrukturen gestellt.
Siehe dazu auch Agglomerationsprogramme Verkehr und Siedlung.

Ende 2016 wurde beim Bund das Agglomerationsprogramm Wil, 3. Generation, eingereicht. Im Januar 2018 hat der Bund bekannt gegeben, dass er die darin aufgeführten Infrastrukturvorhaben unterstützen will. Positiv gewürdigt werden der kontinuierliche Aufbau und die Weiterentwicklung des Agglomerationsprogramms der 2. Generation. Im definitiven Prüfbericht bestätigte der Bund Mitte September die positive Haltung zur Entwicklung der Region. Mit 37 Mio. Franken und einem Mitfinanzierungsanteil von 35% beteiligt er sich an der Umsetzung der rund 20 Massnahmen. Die grössten mitfinanzierten Einzelprojekte sind die Verkehrserschliessung des Areals Wil West, die flankierenden Massnahmen in der Stadt Wil sowie die Vorhaben beim Fuss- und Veloverkehr. Im Frühling 2019 wird das Bundesparlament die Freigabe der Mittel aus dem Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds beraten. Die ersten Projekte der Agglomerationsprogramme aus der 3. Generation können ab Sommer 2019 realisiert werden.

Das Schlüsselelement bildet der neue Autobahn-Vollanschluss westlich von Wil, das zweite Element umfasst ein überzeugendes Massnahmenpaket zur verkehrlichen Entlastung von Wil, und das dritte Element ist die Arealentwicklung des neuen Wirtschaftsgebiets nördlich der Autobahn. Damit das Gesamtkonzept optimal wirksam umgesetzt werden kann, braucht es alle drei Elemente.

Der Mitfinanzierungsanteil des Bundes am Agglomerationsprogramm Wil, 3. Generation, beträgt mit den angekündigten 37 Mio. Franken voraussichtlich 35 Prozent. Bei geschätzten Investitionskosten der Agglo-Massnahmen von bis zu 105 Mio. Franken ist das ein stattlicher Beitrag, welcher der gesamten Region zugutekommt. Voraussetzung für die Freigabe der Mittel ist die Zustimmung des Bundesparlaments im Frühling 2019.

Der Bundesrat beurteilt die Massnahmen zum Projekt Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Wil West grossmehrheitlich als A-Priorität; das heisst, sie können ab 2019 umgesetzt werden. Dies umfasst den Autobahnanschluss, die Haltestelle und Verlegung der Frauenfeld-Wil-Bahn sowie die flankierenden Massnahmen in der Stadt Wil. Die Netzergänzung Nord und die damit verbundenen Massnahmen in Bronschhofen sind in einem nächsten Schritt ab 2023 zu realisieren.

Der Autobahnanschluss Wil West ist eines der zentralen Elemente des Agglomerationsprogramms Wil, 3. Generation. Ohne Autobahnzubringer kann das Wirtschaftsgebiet Wil West nicht realisiert werden. Ebenso werden die umliegenden Gemeinden und die Stadt Wil durch den neuen Anschluss wirkungsvoll vom Durchgangsverkehr entlastet. Der geplante Standort des Autobahnzubringers liegt zwischen den beiden Brücken etwas unterhalb des Übergangs Wiler-/Sirnacherstrasse.

Geplant sind rund 1750 bis 3000 neue Arbeitsplätze: 1500 bis 2000 in der Gemeinde Münchwilen/Bild sowie 250 bis 1000 in der Industriezone Gloten/Gemeinde Sirnach.

Der Kanton St. Gallen wird als Eigentümer die Strukturen für den Betrieb und die Vermarktung schaffen. Er plant deshalb, eine Betreiberorganisation einzusetzen, die sich künftig mit der Vermarktung und dem Verkauf des Areals beschäftigen wird.

Der Gesamtausbau des Areals Wil West ist ein Generationenprojekt. Die Nutzungskonzeption und die Etappierung sollen so flexibel wie möglich gehalten werden. Damit kann auf konkrete Bedürfnisse der ansässigen Wirtschaft und von möglichen Ansiedlern reagiert werden. Ein Drittel der Fläche ist für die Nutzung durch Gewerbe und KMU aus der Region geplant. Ein weiteres Drittel soll öffentlich genutzt werden, und die restliche Fläche ist für Neuansiedlungen vorgesehen. Für die Neuansiedlung werden dabei Unternehmen im Service- und Dienstleistungsbereich mit hoher Arbeitsdichte bevorzugt. Forschung, Entwicklung und Produktion von Qualitätsgütern sind weitere angestrebte Bereiche. Unternehmen mit hohem Flächenbedarf und nur geringer Arbeitsplatzdichte sind nicht vorgesehen.

Wir helfen Ihnen gerne weiter. Senden Sie uns einfach eine E-Mail auf info@wilwest.ch oder rufen Sie uns an: Telefon 071 914 45 55. Vielen Dank für Ihr Interesse!