Mit WILWEST die Weichen stellen für eine nachhaltige volkswirtschaftliche Entwicklung

In den letzten Jahren hat sich der Standortwettbewerb in der Schweiz zunehmend verschärft. In der Tendenz findet eine Konzentration statt, der Abstand zwischen städtischem Raum und ländlichen Gebieten wird immer grösser. Aus diesem Grund ist die Standortentwicklung WILWEST für die gesamte Region Wil von zentraler Bedeutung.

Der Trend macht auch vor der Region Wil nicht halt: So wächst auch hier die Wirtschaft nicht im selben Mass wie die Wohnbevölkerung, die Pendlerbilanz ist negativ. Dies führt zu einer steten Zunahme an Pendlerbewegungen beim motorisierten Individualverkehr und beim öffentlichen Verkehr. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und sich als Agglomeration behaupten zu können, ist das Gesamtvorhaben WILWEST volkswirtschaftlich von zentraler Bedeutung. Es bietet einen Lösungsansatz auf zwei Ebenen:

1. Impulse für den Arbeitsstandort setzen

Die Erhaltung und Schaffung von regionalen Arbeitsplätzen ist für eine nachhaltige Ent­wicklung der Region entscheidend. Die infrastrukturelle Aufwertung führt zu einer deutlich verbesserten Erschliessung der Region. In Kombination mit den bestehenden Lagevortei­len und als Teil des Metropolitanraums Zürich gewinnt die Region deutlich an Attraktivität und Bedeutung. Auf dem Wirtschaftsareal Wil West (Münchwilen und Sirnach/Gloten) wird in Zukunft Raum für 1'500 bis 3'000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Dies führt zu volkswirtschaftlich bedeutsamen Impulsen:

  • Regionale Unternehmen erhalten langfristige Entwicklungs- und Expansions­möglichkeiten an bestens erschlossener Lage. Dies trägt dazu bei, dass Unter­nehmen in der Region bleiben.
  • Der regionale Arbeitsstandort wird gestärkt, und es werden Bedingungen geschaffen, um Wohnen und Arbeiten in der Region zu verbinden. Damit reduzieren sich Berufsverkehr und Pendlerbewegungen in die städtischen Zentren Zürich/Winterthur und St.Gallen.
  • Fachkräfte finden regional eine Arbeitsperspektive. So kann der Abwanderung von jungen Generationen entgegengewirkt werden.
  • Das neu erschlossene Wirtschaftsgebiet wird die Standortqualitäten der Region repräsentieren und aufwerten. Dies fördert die Attraktivität der Region für Neu­ansiedlungen von Unternehmen.
  • Die Konzentration der wesentlichen Arbeitsplatzentwicklung auf dem Areal Wil West vermindert den Siedlungsdruck in den umliegenden Gemeinden. Damit wird einem unverhältnismässigen Flächenverbrauch entgegengewirkt.
  • Die qualitative Gestaltung des Areals geht einher mit fortschrittlichen Mobilitäts- und Energiekonzepten. Damit wird der Grundstein gelegt für eine ressourcen­schonende, nachhaltige Entwicklung der Region, die auch kommenden Genera­tionen zugutekommt.

Das Standortentwicklung WILWEST ist eine zukunftsfähige Lösung, die eine volks­wirtschaftlich bedeutsame Entwicklungsperspektive bietet. Die Stärkung der Region als Wirtschaftsstandort wirkt sich positiv auf die Finanzkraft der Gemeinden und Kantone aus. Von der Steigerung der Lebens- und Wohnqualität profitiert die gesamte Bevölkerung.

Wil West – Entwicklungsgebiet mit hoher Bedeutung

Zentral für das Gesamtvorhaben WILWEST ist das neu entstehende Wirtschaftsareal auf dem Gebiet der Gemeinden Münchwilen und Sirnach. Marcel Räpple, Leiter Wirtschaftsförderung Kanton Thurgau, betont: «Aus heutiger Sicht ist Wil West für den Kanton Thurgau das einzige grossflächige und zusammenhängende wirtschaftliche Entwicklungsgebiet und deshalb von wesentlicher Bedeutung.» Angestrebt werde ein Arbeitsplatzgebiet, in dem sowohl industrielle und gewerbliche als auch dienstleistende Funktionen vorhanden sind und das eine attraktive, dynamische und spannungsvolle Atmosphäre für erfolgreiches wirtschaftliches Wirken biete, führt Marcel Räpple weiter aus.

Fundamentale Kraft für die Entwicklung des Gebietes sind die bestehenden regionalen Wirtschaftsstrukturen mit ihrem hohen Anteil an Maschinen- und Metallindustrie sowie Nahrungsmittelindustrie. Aufgebaut wird auf der Leistungsfähigkeit ansässiger Unter­nehmen und den Kompetenzen vorhandener Fachkräfte. Für die Neuansiedlung werden Unternehmen im Service- und Dienst­leistungsbereich mit hoher Arbeitsdichte bevor­zugt. Weitere angestrebte Bereiche seien Forschung, Entwicklung und Produktion von Qualitätsgütern, erklärt Marcel Räpple und ergänzt: «Auch Nutzungen in den Bereichen Bildung, Innovation, Technologie oder Gesundheitswesen sind denkbar.»

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Aus heutiger Sicht ist Wil West für den Kanton Thurgau das einzige grossflächige und zusammenhängende wirtschaftliche Entwicklungsgebiet und deshalb von wesentlicher Bedeutung.

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Marcel Räpple, Leiter Wirtschaftsförderung Kanton Thurgau

Die Entwicklung des Wirtschaftsareal Wil West erstreckt sich auf eine Periode von zwei bis drei Jahrzehnten. Vorgesehen ist eine Realisierung in Etappen und eine sorgsame, lokal verträg­liche Arealentwicklung. Im Vordergrund steht nicht eine möglichst rasche Überbauung oder der kurzfristige Gewinn durch Landverkäufe, sondern eine qualitätsorientierte, wert­schöp­fungsreiche und sorgfältige Entwicklung des Gebiets. Grösster Eigentümer des Areals ist der Kanton St.Gallen. Flavio Büsser, Generalsekretär des St.Galler Finanzdepartementes, hält fest: «Die Kantone Thurgau und St.Gallen werden gemeinsam mit der Regio Wil eine qualitative Entwicklung des Gebiets in Bezug auf Nutzungsmix, Dichte, Energie­versorgung und nachhaltiger Verkehrserschliessung anstreben.»

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Die Kantone Thurgau und St.Gallen werden gemeinsam mit der Regio Wil eine qualitative Entwicklung des Gebiets in Bezug auf Nutzungsmix, Dichte, Energie­versorgung und nachhaltiger Verkehrserschliessung anstreben.

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Flavio Büsser, Generalsekretär des St.Galler Finanzdepartementes

2. Die Verkehrsinfrastruktur zukunftsfähig gestalten

Die bereits heute überlasteten Verkehrsinfrastrukturen werden zukunftsfähig ausgebaut, um den unabhängig von WILWEST prognostizierten Mehrverkehr in neue, geordnete Bahnen zu lenken. Die Siedlungs- und die Verkehrsentwicklung werden optimal aufeinander abgestimmt, der regionale ÖV und der Langsamverkehr ausgebaut. Historisch gewachsene infrastrukturelle Defizite werden behoben, die Verkehrsnetze leistungsfähiger gemacht und auf die Anfor­derungen der Zukunft ausgerich­tet. Der geplante Ausbauschritt des Verkehrssystems geht einher mit einem stetig wachsenden Mobilitätsbedürfnis der Gesellschaft und trägt gleich­sam zur Attraktivitätssteigerung des Wohn- und Arbeitsstandorts Region Wil bei.

Der Verkehr in der Region Wil wird bis 2035 um mehr als 20 Prozent zunehmen. Dieser Mehrverkehr kann vom bestehenden Verkehrssystem nicht mehr aufgefangen werden. Das Vorhaben WILWEST behebt die historisch gewachsenen infrastrukturellen Defizite und lenkt den Verkehr der Zukunft in geordnete Bahnen.

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