Kantone St. Gallen und Thurgau verabschieden WILWEST-Botschaften an die Parlamente

Die Regierungen der Kantone St.Gallen und Thurgau legen ihren Parlamenten die ersten Vorlagen zu WILWEST vor. Der Kantonsrat St. Gallen befindet über einen Sonderkredit für die Finanzierung der Grundeigentümeraufgaben. Im Kanton Thurgau entscheidet der Grosse Rat mit dem Netzbeschluss über die zentrale Infrastruktur der Standortentwicklung.

Das Projekt Standortentwicklung WILWEST ist ein Gemeinschaftswerk der Kantone St.Gallen und Thurgau, der Regio Wil, der Gemeinden Münchwilen und Sirnach sowie der Stadt Wil. Aktuell läuft unter der Federführung des Kantons Thurgau die öffentliche Mitwirkung zur kantonalen Nutzungszone (KNZ), der planungsrechtlichen Grundlage für die Arealentwicklung. Gleichzeitig braucht es erste parlamentarische Grundsatzentscheide, um das Vorhaben weiter voranzutreiben. Die beiden Kantonsregierungen haben nun die Botschaften zu ersten WILWEST-Vorlagen zuhanden ihrer Parlamente verabschiedet und diesen Schritt mit einer gemeinsamen Medienmitteilung (Download am Ende des Artikels) publik gemacht.

Sonderkredit im Kanton St.Gallen

Eine zentrale Rolle spielt der Kanton St.Gallen in seiner Rolle als grösster Grundeigentümer im Perimeter Münchwilen. Für die Arealerschliessung, die Entwicklung und die Vermarktung seiner Flächen braucht es verschiedene Vorleistungen. Der Kanton St.Gallen rechnet mit einem Initialaufwand von bis zu 35 Mio. Franken. Dafür beantragt die Regierung dem Kantonsrat einen Sonderkredit. Es wird davon ausgegangen, dass diese Kosten des Sonderkredits insgesamt durch die Erträge aus den Verkäufen der Grundstücke gedeckt werden.

Kanton Thurgau stellt zentrale Infrastruktur zur Verfügung

Der Kanton Thurgau als Standortkanton stellt die zentrale Infrastruktur für Wil West bereit. Diese besteht aus der neuen, ca. 550 Meter langen Kantonsstrasse «Dreibrunnenallee» sowie rund 2'300 Metern neuen, separat geführten Fuss- und Radwegen. Die Dreibrunnenallee erschliesst nicht nur Wil West, sondern sorgt zusammen mit dem geplanten neuen Autobahnanschluss dafür, dass das Stadtzentrum und verschiedene Quartiere von Wil sowie Münchwilen, Sirnach, Wilen und Rickenbach vom Verkehr entlastet werden können. Die Grundsatzentscheide über die neuen Verkehrsverbindungen fällt der Grosse Rat in der Form von Netzbeschlüssen. Wie der Regierungsrat des Kantons Thurgau in seiner Botschaft schreibt, sind diese ein wichtiges Bekenntnis zum Gesamtprojekt Standortentwicklung WILWEST. Der Thurgauer Netzbeschluss über die Dreibrunnenallee untersteht nach der Beratung durch den Grossen Rat dem fakultativen Referendum.

Medienmitteilung: Wil West Vorlagen kommen in die Kantonsparlamente St. Gallen und Thurgau

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